Einmal alles neu bitte - Erste News von der SG

Am Montag begann die Vorbereitung für die neue Saison als SG. Über 35 Spieler waren beim ersten Training anwesend.

Der Startschuss ist gefallen. Am Montag hatte die SG Ettenheimweiler/Wallburg das erste gemeinsame Training. Coach Marc Wildt hat nun die Aufgabe, aus dem großen Kader eine Formation zu finden, welche zum ersten Punktspiel in Topform auflaufen wird.

Idyllisch und prachtvoll liegen sie da, die Sportanlagen des SC Wallburg und des SV Ettenheimweiler. Das saftige Grün des Rasens lädt geradezu ein, die Fußballschuhe zu schnüren und direkt loszulegen. Beste Bedingungen also für einen regen Spielbetrieb.

Und doch plagte beide Vereine in den letzten Jahren eine gemeinsame Sorge. Eine Sorge, die viele Dorfvereine herumtreibt. Der Seniorenspielbetrieb mit zwei Mannschaften ist personell nur noch schwer zu stemmen. Eine Spielgemeinschaft also als Notlösung? – Keinesfalls. Denn der SC Wallburg und der SV Ettenheimweiler haben proaktiv agiert. Bevor der Personalbestand in wenigen Jahren vollendete Tatsachen schafft, ergriff man die Chance und formierte sich neu.

Die erste Spielgemeinschaft der Spielklasse KL B4 ist geboren.

Die SG im Herrrenbereich lebt von Synergien. Von zwei Vorstandschaften, die von den ersten Gesprächen an am selben Strang ziehen. Von einer akkumulierten Spielerdecke von rund 50 Aktiven, aus denen zwei konkurrenzfähige Mannschaften hervorgehen werden. Und nicht zuletzt auch von eben jenen zwei Sportstätten. Drei Rasenplätze, ein weiterer Trainingsplatz, zweimal Flutlicht und die Ausrüstung zweier Stammvereine bilden herausragende Bedingungen für die Spieler und das gesamte Umfeld.

Beste Voraussetzungen also für den letzten Herrentrainer des SC Wallburg und ersten SG Trainer in der KLB IV Marc Wildt, der sich der herausfordernden und zugleich spannenden und vielversprechenden Aufgabe gegenüber sieht aus zwei eins zu machen. Eine Aufgabe, für die selbst ein Routinier im Trainergeschäft Unterstützung braucht. Angesprochen auf das zukünftige Trainerteam antwortet er wie folgt:

Das Trainerteam der SG steht. Mir stehen als Hauptverantwortlichem zwei Co-Trainer zur Seite. Mit Marcel Ruf vom SV Ettenheimweiler und Tim Rohrwasser vom SC Wallburg haben wir uns bewusst für eine interne Lösung entschieden und auf zwei der erfahrensten Spieler der beiden Stammvereine zurückgegriffen. Komplettiert wird das Team durch Tobias Bachmann, der als Torwarttrainer zur Verfügung steht.“

Bei den beiden Vereinen der Ettenheimer Randgemeinden hat sich allerdings noch mehr getan, als die bloße Antragstellung zur Erteilung der Erlaubnis eine SG auf die Beine zu stellen. Auch die Außendarstellung wird dem neuen Konzept angepasst. Die Mannschaften, die in der kommenden Saison in rotschwarzen Farben auflaufen werden, haben sich nicht nur neue Trikots, sondern auch ein neues Logo gegeben. Vom Warmmachshirt über das Präsentationspolo bis hin zur Winterbekleidung, das Motto lautet:

Einmal alles neu bitte!

Freudig zeigt sich die Vereinsführung in diesem Zusammenhang über die beschlossene Zusammenarbeit mit dem neuen Ausrüster Teamsport Kohl in Freiburg. SV Ettenheimweiler-Vorstand Michael Zimny sagt hierzu: „Von Anfang an waren wir beeindruckt,  wie viel Herzblut ein Ex-Profi wie Ralf Kohl in die Ausrüstung einer niederklassigen Amateurmannschaft steckt. Ralf stand uns bei allen Fragen persönlich zur Seite und weiß ganz genau, was den Fußballer von heute herumtreibt. Da war es selbstverständlich, dass dieser Austausch in einer Zusammenarbeit münden muss.“

 

Die Vorfreude auf das Aktiventurnier am 16. Juli 2017

Nachdem der Sport Club aus Wallburg in der abgelaufenen Saison die erfolgreichste Spielzeit des jungen Jahrtausends auf den Platz brachte und nun der Schritt zur SG gewagt wurde, stellt sich die Frage, wie die Ansprüche sich entwickeln. Hier ist sich der Trainer der Lage bewusst und vermeldet bodenständig: „Tabellarische Vorhersagen sind bei der neuen Konstellation natürlich schwierig. Es gilt baldmöglichst aus dem gemeinsamen Kader eine schlagkräftige 1. Mannschaft sowie ein gutes Reserveteam, als Alternative und Unterbau, zu bilden. Definitiv sehen alle Beteiligten die SG als riesige Chance. Entsprechend motiviert und voller Vorfreude gehen wir alle gemeinsam die neue Spielzeit an."

Die SG scheint also weder Zwangsehe noch Griff nach den Sternen zu sein. Vielmehr ist sie ein Zukunftsmodell und eine Perspektive für zwei Dorfvereine. Eine Kooperation auf Augenhöhe mit dem Ziel der bestmöglichen Ausschöpfung der gemeinsamen Ressourcen. Langfristig angelegt, wie SCW-Vorstand Klaus Föhrenbacher betont: „Der Verband genehmigt Spielgemeinschaften im Seniorenbereich auf zwei Jahre. Ein befristetes Miteinander widerspricht jedoch unseren gemeinsamen Vorstellungen. Wir möchten in diesen zwei Jahren den Grundstein legen, damit noch viele weitere erfolgreiche Jahre des gemeinsamen Fußballs folgen können.“

Auf heimischem Geläuf präsentieren sich die neuen Mannschaften schon am 16. Juli der fußballaffinen Bevölkerung. Dann steht der traditionelle Alpirsbacher Cup in Wallburg an, wo im Jahr 2017 auch alle Rundenspiele ausgetragen werden. Gegner wie die SG Broggingen-Tutschfelden, der SV Münchweier, der SV Schmiehheim, der FC Lahr-West und die befreundeten Gäste aus dem Elsass vom AS Westhouse bilden den geeigneten Rahmen. Bereits ab 11 Uhr rollt das Leder und der eingangs erwähnten Einladung des Rasens wird endlich wieder folgegeleistet.

(Autor: Tim Rohrwasser / Quelle: Südbadens Doppelpass)

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